Der Einfluss von Handys auf die Gesellschaft
Mitte der 90er begann der Boom des Mobilfunk. Es wurde zu einem Statussymbol, denn es galt: Wer wichtig ist, muss immer erreichbar sein, und wer sich ein Handy leisten kann, muss wichtig sein. So kam es auch zu kuriosen Erscheinungen, wie ein Geschäftsmann, der sich lautstark mit seinem Autotelefon unterhält – in einer Gegend, in der es zu dieser Zeit noch überhaupt kein Mobilfunk – Netz gab. War zu dieser Zeit das Preisgefüge tatsächlich noch so, dass sich primär Geschäftsleute Handys leisten konnten und möchten, hat sich das Handy zwischenzeitlich als Gebrauchsgegenstand für Jedermann weiter entwickelt. Natürlich können Handys immer noch als Statussymbol dienlich sein, es wird in der Öffentlichkeit wie auch im Privaten jedoch auch oftmals als störend empfunden. Handys sind so sehr Bestandteil unserer Gesellschaft geworden, dass viele Menschen es für ein Grundbedürfnis erachten, jederzeit erreichbar sein zu müssen. Doch auch die gegensätzliche Reaktion auf die ständige Präsenz von Handys ist möglich: Die bewusste Entscheidung, kein Handy zu besitzen.
Unerwünschte Handys
Im Alltag werden Handys oft als Ruhestörer betrachtet. Gerade in Restaurants, öffentlichen Einrichtungen etc. wird darum gebeten, dass Handys abgeschaltet werden, um die Mitmenschen nicht zu stören. Auch das Telefonieren in Flugzeugen ist in der Regel nicht gestattet. Zwar wird die Bordtechnik von den Signalen der Handys dank moderner Technik nicht mehr gestört, aufgrund der Vielzahl an Personen auf engem Raum ist das Telefonieren in der Luft dennoch weitestgehend untersagt. Auch das Telefonieren mit dem Handy in Krankenhäuser ist zumeist untersagt. Allerdings hat man inzwischen herausgefunden, dass die medizinischen Geräte durch die elektromagnetischen Felder der Handys nicht gestört werden können, außer man steht direkt nebst so einem Gerät. Im Straßenverkehr ist das Mobiltelefonieren am Steuer eines Fahrzeuges in Deutschland und vielen weiteren Ländern verboten worden. Die Ablenkung durch das Telefonieren ist zwar auch mit einem Headset oder mit einer Freisprechanlage durchaus gegeben, doch hat man hier zumindest die Hände frei für das Autofahren.
© Harald Wanetschka / Pixelio